Abmahnung – Abercrombie & Fitch – Winterstein Rechtsanwälte

Abmahnung Abercrombie & Fitch durch die Winterstein Rechtsanwälte – Urheberrechtsverletzung an Bildern


Unter dem 12.7.2012 habe ich hier bereits davon berichtet, dass zurzeit sehr viele Abmahnungen durch die Winterstein Rechtsanwälte ausgesprochen werden, in denen den Betroffenen vorgeworfen wird, eine Urheberrechtsverletzung begangen zu haben. Zwischenzeitlich liegen mir zahlreiche weitere Abmahnungen vor. 

 

Gegenstand der Abmahnung ist die Verwendung von Fotos/Bildern des Herstellers Abercrombie & Fitch innerhalb von eBay-Auktionen.

Viele Betroffene sind sich des Umstandes nicht bewusst, dass die unerlaubte Verwendung von Bildern (beispielsweise von Abercrombie & Fitch) durch die Rechteinhaber nicht gestattet ist und damit eine Urheberrechtsverletzung gegeben ist, die weitreichende Konsequenzen, insbesondere die Geltendmachung von immensen Kosten zur Folge haben kann. Es kann daher nur nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass in keinem Fall Fotos aus dem Internet per copy&paste für eigene Zwecke verwendet werden sollten.

 

Inhalt der Abmahnung von Winterstein – Abercrombie & Fitch

In sämtlichen, mir vorliegenden Abmahnungen wird je Bild ein Schadensersatz von 60,00 Euro in Ansatz gebracht. Auf diesen Betrag wird ein Aufschlag von 50% für die Nutzung des Bildes innerhalb eines Onlineshops vorgenommen. Zudem wird eine weiterer Aufschlag von 100% für die fehlende Urheberbennenung berechnet, sodass hier allein wegen des geltend gemachten Schadensersatzes erhebliche Summen zu Stande kommen können.

 

Im Detail werden innerhalb der Abmahnung von den Winterstein Rechtsanwälten (Abercrombie & Fitch) folgende Ansprüche erhoben:

     1. Abgabe einer Unterlassungserklärung

     2. Zahlung von Schadensersatz, der sich anhand der Anzahl der von Abercrombie & Fitch verwendeten Fotos berechnet (siehe oben)

     3. Erstattung der Rechtsverfolgungskosten, die regelmäßig mit einem Betrag von 651,80 Euro in Ansatz gebracht werden.

 

Sollten Sie eine Abmahung erhalten haben, unterschreiben und zahlen Sie nichts, bevor die Abmahnung nicht einer eingehenden Überprüfung unterzogen wurde. 

Es gilt insbesondere, die vorformulierte Unterlassungserklärung nicht zu unterzeichnen, da Sie damit ein Schuldanerkenntnis abgeben würden.

 

Die Abgabe einer Unterlassungserklärung ist ohnehin und nur dann in modifizierter Form erforderlich, sofern die Urheberrechtsverletzung auch tatsächlich begangen wurde. Ist dies nicht der Fall, kann eine Haftung vollständig ausgeschlossen werden. 

Die in großem Umfang geltend gemachten Zahlungsansprüche, insbesondere der Schadensersatz, der Summen bis zu 6.000,00 Euro erreichen kann, ist m.E. weit überhöht angesetzt. Hier kann in jedem Fall eine erhebliche Minderung erzielt werden. Die von den Rechtsanwälten Winterstein insofern hervorgebrachten Ausführungen sind unzutreffend. Die Berechnung der Schadensersatzforderung beruht auf einer falschen Grundlage.

Hinsichtlich der geltend gemachten Rechtsverfolgungskosten dürfte in einer Vielzahl von Fällen eine sogenannten Kostendeckelung Anwendung finden, womit die Rechtsverfolgungskosten auf einen Betrag von 100,00 Euro reduziert werden können. Ob die Kostendeckelung auch in Ihrem Fall Anwendung findet, bedarf einer Überprüfung.

Auch wenn Sie den Urheberrechtsverstoß nicht begangen haben, sollten Sie keinesfalls das Abmahnschreiben bei Seite legen und unbeachtet lassen. Es gilt stets, die in der Abmahnung genannten – wenn auch sehr kurz bemessenen – Fristen zu wahren, innerhalb derer entwender eine modifizierte Unterlassungserklärung abgegeben oder aber der tatsächliche Geschehensablauf dargelegt werden sollte.

 

Sofern also auch Sie eine Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung an Bildern von Abercrombie & Fitch durch die Winterstein Rechtsanwälte erhalten haben, kontaktieren Sie uns. 

 

 

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